Alles über die Romane von Heinrich Eichenberger

 
Hubert W. Holzinger Verlag, Berlin - Protagonisten
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Wie James Bond, sind auch die Helden der Sir Alec-Romane vom britischen Geheimdienst. Hier ein paar Hintergründe aus der wirklichen Welt.

- Hintergrund - 

Der britische Geheimdienst: »Geheime Macht in großer Versuchung

Der britische Geheimdienst hat eine lange Tradition. Schon im 16. Jahrhundert gründete Sir Francis Walsingham eine Geheimorganisation mit dem Ziel, die Königin vor Anschlägen zu schützen. Mit Erfolg! Elisabeth I. blieb von Attentätern verschont, wurde aber Opfer ihrer Schlaflosigkeit.

In der modernen Zeit bekam der britische Geheimdienst eine weitere Ausrichtung. Die Ermittlung von Information zum Schutze von Majestät und Vaterland musste sich mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges auf das restliche Europa ausweiten. Während der MI5 für das Inland zuständig war, gründete man den MI6 für das Ausland.

Aber es galt nicht nur, Informationen im Ausland zu sammeln, sondern die Geschehnisse des Krieges aktiv zu beeinflussen.

Der Erfolg von Geheimdienstarbeit lässt sich meist schwer messen. Im Ersten Weltkrieg schaffte es der britische Geheimdienst z. B. nicht, Agenten ins feindliche Deutschland einzuschleusen. Dafür wird dem Geheimdienst nachgesagt, im verbündeten Russland bei der Ermordung des Wunderheilers und Zarenberaters Rasputin Beihilfe geleistet zu haben. Man befürchtete, dass Rasputin den Zaren dahingehend beeinflussen würde, mit Deutschland einen Separatfrieden zu schließen. Dies machte dann Lenin, doch Rasputin war trotzdem tot.

Geheimdienste sind keine Engel und unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten ist ihre Arbeit stets skeptisch zu betrachten. Doch diskutiert man die Operationen im Vorfeld im Parlament, so kann man den Dienst auch auflösen.

Wie berichtet wird, hatte der britische Geheimdienst auch einen Agenten in der Nähe von Adolf Hitler. Der Agent war bestens ausgerüstet und hätte Hitler auf seinen täglichen Spaziergängen am Obersalzberg leicht erschießen können. Aber die britische Generalität sprach sich gegen das Attentat aus. Begründung: Hitler war in ihren Augen ein derart schlechter Stratege, dass man befürchtete, nach seinem Tod käme ein klügerer Oberbefehlshaber an die Macht.

Im Kalten Krieg zeichnete sich der MI6 besonders durch die Abwerbung von ranghohen russischen Offizieren aus. Diese Doppelagenten brachten dem MI6 wichtige strategische Informationen über die Pläne des kommunistischen Feindes. Aber im alten Spiel »Spion gegen Spion« war auch der MI6 nicht vor feindlichen Doppelagenten in den eigenen Reihen sicher. So hatte der englische Agent George Blake Informationen über Fluchttunnel in Österreich und Berlin an die Sowjetunion verkauft, bis er wiederum selbst von einem polnischen Überläufer 1959 enttarnt wurde.

In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen CIA sorgte der MI6 in den fünfziger Jahren dafür, den damaligen Ministerpräsidenten des Irans Mohammed Mossadegh zu stürzen. Mossadegh hatte nämlich ein paar sozialistische Ideen zuviel. Er beabsichtigte, die Feudalherrschaft aufzulösen und die Erdölgewinnung zu verstaatlichen.

Acht Jahre später kam der kongolesische Ministerpräsident Lumumba ins Visier des Nachrichtendienstes. Lumumba sympathisierte mit der Sowjetunion. Die Folge seines Sturzes machte den Weg für  Diktator Mobutu frei, der wegen seiner besonderen Grausamkeit berühmt wurde.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde es ruhiger um die Aktivitäten des MI6.

Aufgewacht ist man selbstverständlich mit dem 11. September. Trotzdem konnten auch die Terroranschläge von London 2005 vom Geheimdienst nicht verhindert werden.

Verschwörungstheoretiker sehen überall auf dieser Welt Geheimdienste am Werk und auf Grund ihrer schillernden Vergangenheit ist selten etwas unmöglich. Wenn Macht bereits korrumpiert, ist geheime Macht eine noch größere Versuchung.

Wie alle Geheimdienste operiert auch der britische nicht wertfrei oder aus Laune heraus. Geheimdienstliche Aktionen sind stets Einflussnahmen der jeweiligen politischen Machthaber. Und natürlich gilt dies auch für das relativ harmlose, weil passive Nachrichtensammeln. Wer nämlich viel sammelt, muss viel auswerten und interpretieren. Sucht also die Politik nach Gründen für Interventionen und Kriege, werden Gummipanzer zur Bedrohung und Milchpulver-Fabriken zu Chemiewaffenproduktionsanlagen.  

Zum Abschluss noch ein kleines Bonbon: Richard, ein Agent aus den Romanen, sagt in »Der Siegermacher« bei einem Gespräch mit einem deutschen Kriminalpolizisten folgendes:

»Bei meiner Firma läuft dies anders. Erst einmal gibt es mehr Hauptverdächtige als Fälle und zweitens sind die Fälle so geheim, dass noch nicht einmal die Ermittler selbst etwas davon erfahren. Das geht nach dem Prinzip: Wo wir Rauch analysieren, legen wir auch Feuer.«


Erfahren Sie mehr über die Arbeit und Möglichkeiten des Spiels »Spion gegen Spion« in unserem Geheimdienstlexikon.

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Das Zimmer des Agentenführers: Sir Alec

-Sir Alec

Richard, ein informeller Agent des MI6

-Richard

Mercedes, eine rassige Frau an der Seite von Richard
 

-Mercedes

 

Sharon, die tüchtige Sekretärin von Sir Alec

-Sharon

 

-Hintergründe

 

 
Bücher
Der Siegermacher, ein Agententhriller zwischen Fakten und Fiktion

Heinrich Eichenberger:
Der Siegermacher
Agentenroman
©2008, 406 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-70-9
19,00 Euro / 29,90 SFR

 

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Faule Eier, ein neuer Fall für Sir Alec

Heinrich Eichenberger:
Faule Eier
Agentenroman
©2009, 304 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-72-3
19,00 Euro / 29,90 SFR
 

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Autor
Heinrich Eichenberger, Geheimdienstmann und Autor

-H. Eichenberger

 
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