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Richard, symbolisiert durch einen
Bildausschnitt aus dem Roman »Der Siegermacher« |
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In der La
Bodeguita del Medio saßen vier Alkoholiker und ein
Riesenschnauzer und schauten Richard blöd an, als er die Bar
betrat. Er setzte sich in die Nähe des Telefonapparats. Der
Barkeeper grinste und servierte das Telefon, bevor er nach
Richards Wünschen fragte.
Es war Punkt Mittag. »Habt Ihr Kamillentee?«, überraschte
Richard.
»Wir haben alle Sorten. Roten, schwarzen, grünen...«
»Kamillentee ist gelb.«
»Kann ich dir gelb machen!«
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Richard ist in Eichenbergers
Agentenromanen der Mann im operativen Einsatz. Sein bürgerlicher
Name ist
Richard Henry Harriott. Er ist Engländer und etwas über 50 Jahre
alt.
Im Roman
Faule
Eier wird sein Werdegang wie folgt beschrieben:
Während seines eigenen Studiums hatte ihn der britische Secret
Intelligence Service, bekannt als MI6, angeworben und
ausgebildet. Nach der üblichen Zeit als Desk Researcher hatten
sie ihn bei allen möglichen Aktionen mitlaufen lassen und dann
letztendlich als Liaison-Officer des Wirtschaftsministeriums
zwischen offiziellen und inoffiziellen Auftraggebern so
positioniert, dass der Dienst sämtliche Informationen abschöpfen
konnte.
Dann gab es in
England einen Regierungswechsel und Richard verlor seine
Position als Liaison-Officer, galt gleichzeitig jedoch als
Geheimdienstmann als verbrannt. »Wir werden Sie nicht als 008
einsetzen«, hatte sein Vorgesetzter hämisch bemerkt und Richard
nahe gelegt zu kündigen. Misstrauisch hatte er den Dienst
quittiert, aber gleichzeitig gehofft, dass der Dienst fair wäre
und ihn weiterhin, aber informell verwenden würde.
Aus dem Roman
Der Siegermacher geht hervor:
Sir Alec
war es gewesen, der an jenem Nachmittag, als Richard vor Jahren
das Dienstgebäude seines damaligen Arbeitgebers in Cheltenham
für immer verlassen hatte, mit seiner schwarzen
Daimler-Limousine in gemessener Fahrt neben dem Arbeitslosen
hergefahren war. Als Richard sich verwundert für den Verfolger
interessierte, hatte Sir Alec seinem Chauffeur ein Zeichen
gegeben, das Fenster herunter gelassen und im dezenten, sehr
bestimmten Ton freundlich lächelnd gesagt: »Junger Mann, ich
habe Ihnen ein Angebot zu machen, das Sie schwerlich ablehnen
können.«...
Auf Grund der
Vorgeschichte, bei der man Richard nahe gelegt hatte, den Dienst
zu quittieren, war Richard schlagartig klar, dass diese
Ansprache wohl der Anfang einer neuen, wie auch immer
aussehenden Karriere war. Dass es so übergangslos und schnell
passierte, hatte Richard damals überrascht. Dass man ihn
irgendwo informell verwenden würde, war ihm klar gewesen. Später
hatte Richard mitbekommen, dass Sir Alec wohl eine ganze Gruppe
ähnlicher informeller Agenten führen musste, doch kannte er
keinen einzigen dieser Kollegen, noch wäre es möglich gewesen,
Näheres zu hinterfragen.
Richard
gründete im Auftrag von
Sir Alec
alsbald die »Palma Management, Competitive Intelligence
Service.« Offiziell eine Unternehmensberatung, die
Wirtschaftsinformationen beschafft. Eine derartiges Büro
unterhält der Autor heute noch, ist jedoch nicht mehr
geheimdienstlich tätig.
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